Autosauger: Test-Resümmee & Infos

Im Autosauger Test stellt sich die Frage: Welches Gerät reinigt den Innenraum am besten? Die Fachzeitschrift „auto, motor und sport“ und Anwendungstechniker von Dr. O.K. Wack Chemie haben dafür 12 Handsauger im Vergleich auf Herz und Nieren geprüft.

Es gibt zwei Arten von Staubsaugern fürs Auto: Akkumodelle und solche mit Kabel für den 12-Volt-Anschluss. Beide Kategorien wurden separat gewertet.

Akku-Autosauger im Test

Bei den kabellosen Modellen bietet der Testsieger Dirt Devil Gator 18V M137 für relativ kleines Geld (ca. 50 Euro) eine „gute“ Saugwirkung und bis zu 24 Minuten Einsatzzeit.

  • Mit insgesamt 84 von 100 möglichen Punkten erzielt der Dirt Devil das beste Gesamtergebnis aller Akku-Autosauger und ist sogar besser als das topbenotete Modell mit Kabel gewesen.
    Kleines Manko: mit 155 ist sein Verbrauch recht hoch – und die reine Saugleistung ist „nur“ die zweitbeste, aber dank rotierender Bürsten (gerade bei stärkerem Schmutz hilfreich) trotzdem gründlich. Außerdem überzeugen Anleitung & Handhabung besonders.

Der Dyson 43H saugte am besten – und kostet am meisten.

Auf Platz 2 folgen zwei gleichbenotete Modelle mit jeweils 83 Punkten:

  • Zum einen der deutlich teurere, aber wesentlich sparsamere Dyson DC43H Animalpro, der mit 65 Watt auskommt und laut „auto, motor und sport“ mit seinen rotierenden Bürsten für die beste Staubsaugerleistung aller 12 Modelle im Test sorgt. 20 Minuten hält er durch.Nachteil: mit knapp 250 Euro ist das recht laute Gerät auch das mit Abstand teuerste im Autosauger Vergleich und kostet ca. 150 Euro mehr als das nächstgünstigere. Alternative: der Dyson DC34 Animalpro ist ähnlich, aber deutlich günstiger.
  • Ebenfalls auf Platz 2 liegt der Philips Minivac FC6149, der mit einem zusätzlichen 70-cm-Saugschlauch, sehr leisem Lauf und ebenfalls besonders guter Saugleistung punktet.
    Kritikpunkt ist hier vor allem die Laufzeit, die mit 14 Minuten eher kurz ausfällt. Mit ca. 100 Euro ist er allerdings auch das zweitteuerste Gerät im Vergleich. Dafür sind auch auch gleich je zwei Polsterdüsen und Fugendüsen inklusive.

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ährend die Top 3 Akkusauger im Test fast gleichauf liegen, folgen die übrigen Geräte mit deutlicherem Abstand. Preislich müsste man aber auch für sie ca. 50 Euro anlegen – kaum weniger als für den Autosauger Testsieger.

Autosauger mit Kabel: Testergebnisse

Der Dirt Devil Gator erzielte das beste Gesamtergebnis.

Bestes Modell mit 12-V-Anschluss ist laut Test der Black & Decker Pivot Autohandstaubsauger PAV1205.

    • Gute Reinigungsleistung, besondere leichte Handhabung und sehr niedriger Stromverbrauch sorgen für insgesamt 82 Punkte – und das für knapp 40 Euro, also deutlich günstiger als die Top-Akkumodelle, die allerdings noch etwas besser reinigten.
      Das 5 Meter lange Kabel macht den Einsatz im ganzen Innenraum leicht möglich. Außerdem sind für den kleinen Preis bereits eine integrierte Fugendüse, Bürstenaufsatz und ein zusätzlicher Saugschlauch inklusive. Auf eine rotierende Bürste muss man wie bei fast allen Kabelsaugern allerdings verzichten.

Die Geräte auf den folgenden Plätzen schneiden deutlich schlechter ab als der Black & Decker. Und das sowohl in der eigentlichen Reinigungswirkung als auch bei den Eigenschaften wie Lautstärke, Ausstattung und Zubehör. Immerhin sind die Modelle mit Kabelanschluss aber allesamt günstiger als die Akkubetriebenen. Kein Modell im Vergleich kostete mehr als 40 Euro.

So kaufen Sie den passenden Autosauger

Der Innenraum von Fahrzeugen hat einige Problemzonen. Deshalb sind kleine, saugstarke Handsauger eine sehr gute Alternative, wenn man nicht immer wieder auf (inzwischen meist kostenpflichtige) Sauger an einer Waschstraße oder Tankstelle zurückgreifen will.

Philips FC6149: saugt leise und bietet viel Zubehör.

Das sollte der neue Sauger bieten:

  1. Viele Ecken, Winkel und Ritzen sind mit einem großen Sauger oder langen, starren Saugrohr nicht zu erreichen sind. Eine kleine, flexible Bauweise ist Trumpf.
  2. Vor allem in den Teppichen am Boden und im Kofferraum setzt sich unterschiedlichster Schmutz oft richtig fest. Starker Sog und idealerweise rotierende Bürsten zur tieferen Reinigung sind empfehlenswert.
  3. In den Sitzpolstern können Haare und Krümel hartnäckig im Gewebe hängen. Gleichzeitig sollen die Sitzflächen und Rückenlehnen nicht beschädigt werden: Deshalb sollte der neue Handsauger schonende Polsterdüsen inklusive haben.

Speziell bei Akkusaugern ist wichtig:

  • Das Aufladen dauert immer sehr lange – und viel länger als die verfügbare Laufzeit. Deshalb sollte eine Akkuladung für das ganze Auto reichen. Gut ist, wenn der Akku mindestens etwa eine Viertelstunde bei der Reinigung durchhält.
  • Je größer der Wagen, desto länger die Einsatzzeit. Für einen Geländewagen sollten Sie daher lieber ein paar Minuten mehr kalkulieren als für einen Kleinstwagen.

Bestes Kabelmodell im Autosauger Test: Der Black & Decker PAV1205.

12-Volt Anschluss: Batterieladung beachten:

Vorsicht Falle: Handsauger, die an das Bordnetz angeschlossen werden, sind nicht durch ihre Akkulaufzeit eingeschränkt. Das klingt natürlich erstmal komfortabel – aber in diesem Fall fungiert letztlich die Autobatterie der Akku. Je länger Sie also saugen und je höher der Verbrauch des Geräts ist, desto schneller entlädt sich die Autobatterie. Im Extremfall kann es dann vorkommen, dass sie komplett entleert wird.

Hoher Stromverbrauch bringt nichts

Der Test hat erneut gezeigt: Saugwirkung und Wattzahl stehen in keinem direkten Verhältnis, Wattzahl und Verbrauch dagegen schon. Die entsprechende EU Verordnung zum Stromverbrauch erweist sich daran erneut als nützlich. Sie verhindert nämlich, dass für höheren Unterdruck und die dadurch entstehende bessere Reinigungswirkung lediglich die Nennleistung (und damit der Verbrauch) endlos erhöht wird.

Alternativen zu Autosaugern

Nichts gefunden? Dann können Sie statt eines speziellen Modells aus dem Autosauger Test auch einen klassischen Sauger aus dem Staubsauger Test mit flexiblem Saugrohr und möglichst vielseitigen Aufsätzen für Ritzen, Polster & Co verwenden – allerdings benötigen Sie dafür einen Steckdosen-Stromanschluss, z.B. in der Garage.