iRobot Braava 380 Staubwisch-Roboter

iRobot Braava 380 Test

Der kleine rechteckige iRobot Braava 380 ist ein Wischroboter, der alle Arten von harten Bodenbelägen wahlweise feucht oder trocken wischt. Staub, Haare und leichte Verschmutzungen entfernt er gut – und fast unhörbar leise. Eine Staubsauger-Funktion ist bei dem elektronischen Haushaltshelfer nicht eingebaut.

Lieferumfang

Im Lieferumfang des Braava 380 sind enthalten:

  • ein „Navigation Cube“, der den Braava durch die Wohnung dirigiert
  • ein Mikrofasertuch zum Trockenwischen
  • ein Mikrofasertuch zum Nasswischen
  • ein Wischaufsatz („Pad“) mit Wassertank, an dem das Mikrofasertuch zum Nasswischen fixiert wird
  • ein Wischaufsatz ohne Wassertank für das Trockenwischtuch
  • ein Ladekabel für den Wischroboter-Akku
  • 2 Batterien für den Navigation Cube

Zubehör

Der Wassertank-Aufsatz (eigentlich müsste man „Untersatz“ sagen, da er unten am Braava 380 angebracht wird) reicht für über 30 Quadratmeter. Wer mehr Fläche mit einer Füllung wischen möchte, kann noch ein „Pro Clean Reservoir-Pad“ kaufen. Das versorgt mit seinem größeren Tank das Reinigungstuch länger mit Feuchtigkeit.

Im Braava 380 Test hat das normale Pad locker die angegebene Fläche gereicht, sodass sich der Zubehörkauf nur lohnt, wenn man sehr große Flächen reinigen will, ohne zwischendurch kurz Wasser nachfüllen zu müssen.

Spezieller Wischroboter ohne Saugfunktion, der Hartflächen sowohl feucht als auch trocken mit Mikrofasertüchern wischen kann.

Bedienung

Der iRobot Braava 380 Wischroboter funktioniert sehr einfach.

  1. Wischpad auswählen: mit Tank (feutch wischen) oder ohne Tank (zum Trockenwischen)
  2. Tank kurz mit Wasser auffüllen
  3. Mikrofasertuch ums Pad legen (haftet über einen Klettverschluss)
  4. Pad unter dem Bot fixieren (hält per Magnetleiste)
  5. Bot auf den Boden stellen
  6. Navigation Cube im selben Zimmer aufstellen
  7. Auf dem Braava 380 erst „Ein/Aus“ und dann den Button für „feucht“ oder „trocken“ drücken

Eine Ladestation, in die er hineinfahren kann, gibt es nicht: man schließt den Roboter klassisch per Hand an ein Ladekabel an. Hinten am Gerät ist ein Klappgriff, mit dem man den sehr leichten (1,8 kg) Wischbot gut packen und tragen kann.

Orientierung

Nach Druck auf die Taste beginnt der Bot direkt mit dem Wischen und reinigt nach und nach selbsttätig den Boden. Der Navigation Cube dirigiert ihn und macht sich anhand von Hindernissen, auf die der Braava stößt, ein Bild von der Raumgeometrie. Die Orientierung ist ok, aber nicht perfekt.

  • Trotz des Navigation Cube stößt der Braava ab und zu an dieselbe Wand, wenn er sich im Feuchtwisch-Modus befindet. Das liegt wohl auch daran, dass er bei dieser Betriebsart viel „hin und her“ wischt.
  • Wenn der Braava dagegen trocken staubwischt, fährt er längere Strecken geradeaus und deutlich schneller als mit Wassertank.
  • Während des Wischvorgangs merkt sich der Bot nach und nach Hindernisse bzw. Wände und wischt gegen Ende des Durchlaufs einmal an den Wänden des Raumes entlang, sodass er auch Staub an den Fußleisten aufnimmt

Der Wischroboter reinigt auch unter Möbeln, die eine ausreichende Bodenfreiheit besitzen (mindestens 8 cm). Treppen oder Absturzmöglichkeiten werden erkannt und umfahren. Im Wischroboter Test hat der Braava auch bis mehrere Meter in andere Räume hineingereinigt und ist anschließend wieder in den ursprünglichen Raum zurückgekehrt.

Sobald die gesamte Bodenfläche gewischt ist, kehrt der Roboter wieder an die Stelle zurück, an der er mit der Arbeit begonnen hat.

Reinigungswirkung

Hervorragend ist, dass die Mikrofasertücher deutlich über die Vorder- und Seitenkanten des Geräts hinausragen – so kann der Braava die Wände entlangfahren und wirklich bis an den Rand feucht bzw. trocken staubwischen.

Sofern man den Roboter mehrmals die Woche laufen lässt, werden glatte Trockenböden sehr sauber. Ist der Boden etwas stärker verschmutzt, kann das Mikrofasertuch natürlich irgendwann keinen weiteren Schmutz mehr festhalten, ein Nachteil gegenüber einem Saugroboter. Dafür ist die Reinigung bei sauberem Mikrofasertuch sehr gründlich.

Die mitgelieferten Tücher (blau für feucht, weiß für trocken) lassen sich in der Waschmaschine gründlich reinigen, oder natürlich nass ausspülen und abwischen. Ein Verschleiß war auch nach diversen Durchgängen im Braava 380 Test nicht zu erkennen.

Lautstärke

Das Gerät entwickelt so gut wie gar keinen Geräuschpegel, man hört nur ein leichtes Sirren des Elektromotors, der die beiden Räder des Braava antreibt.

Akkuleistung

Der iRobot Braava 380 Wischroboter ist mit einem 2000 mAh Nickel-Metal Hybrid Akku ausgestattet.

Im Trockenmodus ist der 380 in der Lage, eine Gesamtfläche von 93 Quadratmetern (4 Stunden) zu reinigen, im Nassmodus immerhin eine Fläche von gut 30 Quadratmetern mit Laufzeit von 2,5 Stunden – in unserem iRobot Braava 380 Test hielt der Akku allerdings deutlich länger, für deutlich über 60 Quadratmeter. Den Wassertank muss man jedoch nach gut der Hälfte nachfüllen.

Der iRobot Braava 380 Wischroboter kann sich seine Umgebung „merken“ – er besitzt allerdings keine integrierte Kamera, um sich eine virtuelle Karte zu erstellen. Stattdessen benötigt er dafür einen sogenannten „Navigation Cube“, der ihn grob gesagt wie eine Art Navigationssystem durch die Wohnung lotst. Diesen „Cube“ muss man zusätzlich in der Wohnung aufstellen, sodass der Braava 380 mit ihm drahtlos kommunizieren kann. Dadurch „weiß“ der Wischroboter, wo er schon gewesen ist, an welchen Stellen er noch staubwischen muss und auch, wo Hindernisse stehen.

iRobot Braava 380 Test

Nicht nur uns konnte der 380 im Praxistest überzeugen, auch das ETM Testmagazin bescheinigte ihm eine gute Leistung, mit der Gesamtnote „gut (86,2 %)“ im Wischsauger-Vergleich 03/2014.

Fazit

Der iRobot Braava 380 Wischroboter ist bestens geeignet, um Hartböden regelmäßig sauber zu wischen – mit feuchtem Wischen ist das Ergebnis sehr gut. Allerdings sollten Sie beachten, dass der iRobot Braava 380 Wischroboter lediglich ein Wischroboter und kein Staubsauger ist. Die Reinigungs-wirkung eines handgeführten Wischsaugers (Test) ist natürlich in viel kürzerer Zeit deutlich höher.

Für den Fall, dass bei Ihnen jeden Tag relativ viel Schmutz anfällt, sie aber auf eine automatische Reinigung Wert legen, wäre es überlegenswert, einen Staubsauger-Roboter (Test) den groben Dreck entfernen zu lassen und dann mit dem iRobot Braava 380 Wischroboter gründlich nachzuwischen.

  1. iRobot Roomba 880 - Staubsauger Test 2014 4. Dezember 2014 at 22:23

    […] auch andere Modelle von iRobot – etwa der Braava 380 (Test)– verfügt der Roomba 880 über einen Tragegriff, sodass man ihn bequem dorthin bringen kann, wo […]

  2. […] konstruierte Gerät angemessen, aber kein Schnäppchen. Eine Alternative könnte der Wischroboter iRobot Braava (Test) sein, der die Wohnung automatisch reinigt, sodass man nur noch von Hand nachsaugen […]