LG Hom-Bot 3.0 Test

LG Hom-Bot 3.0 Square Test/Bericht

Mit dem Hom-Bot Square schickt LG ihren erfolgreichen Staubsauger Roboter in 3. Generation ins Rennen. Wir haben das Gerät genauer unter die Lupe genommen und die Verbesserungen im Vergleich zum Vorgängermodell Hom-Bot 2.0 untersucht. Wir wollten wissen, wie sich die dritte Generation des Saugroboters im Vergleich zur Konkurrenz schlägt.

Vorteile

  • Gute Navigation
  • Schnelle, recht gründliche Reinigung
  • Viele Funktionen programmierbar
  • „Sehr gut (93,5%) bei ETM Testmagazin (12/2013)

Nachteile

  • Haare verfangen sich leicht
  • Lernmodus nicht überzeugend

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Was verspricht der LG Hom-Bot 3.0

LG bewirbt den 3.0 mit einem neuartigen Lernmodus. Einen Saugroboter, der sukzessive mit jedem Reinigungsvorgang dazu lernt, hat es bislang noch nicht gegeben. Dementsprechend gespannt waren wir, ob LG mit diesem Feature halten kann, was es verspricht. Auch das Testergebnis im ETM Testmagazin von Heft 12/2013 machte neugierig: Hier landete der Hom-Bot Square 3.0 auf Platz 2 von 10 Saugrobotern. Ob sich diese Wertung nachvollziehen ließe, mussten wir natürlich selbst prüfen.

Inhaltsverzeichnis

 

Lieferumfang

LG Hom-Bot 3.0: Bedienung

Sensortasten und obere Kamera: Bedienung des Hom-Bot im Test

Im Lieferumfang des Hom-Bot 3.0 ist neben der obligatorischen Ladestation, dem Staubbehälter, einem HEPA-Filter der Stufe 11, einer Reinigungsbürste, einer Fernbedienung und der Bedienungsanleitung, auch ein Microfaser-Wischmopp inkl. Befestigungsvorrichtung enthalten.

Diese kann optional an der Unterseite des Hom-Bot angebracht werden und soll so die Schmutzaufnahme noch mal verbessern. Zudem wird bei der Version 6270 LVMB eine spezielle Teppichbürste – der sogenannte “Carpet Master” – mitgeliefert.

Der Hom-Bot Square besitzt im Inneren einen USB-Anschluss über den sich Software-Updates einspielen lassen. Auf diesen Punkt kommen wir auch später noch mal zu sprechen.

Funktionsweise

Eine nach oben gerichtete Kamera filmt während des Saugvorgangs permanent die Decke. Zusätzlich ist im Hom-Bot Square noch eine weitere Kamera auf den Fußboden gerichtet. Das Prinzip ist dabei grundsätzlich dasselbe. Die Kameras sollen Muster und Strukturen aufzeichnen und so eine Standortbestimmung ermöglichen. Durch vier zusätzliche LEDs auf der Unterseite wird sichergestellt, dass die Erkennung auch bei Dunkelheit funktioniert.

In unserem Test gelang das dem Hom-Bot wunderbar. Nachts bei eingeschalteter Raumbeleuchtung störte sich der Hom-Bot kaum daran, wenn wir plötzlich das Licht ausschalteten. Der Saugroboter zog seine Bahnen nicht mehr ganz so selbstsicher und musste ein paar mal nachkorrigieren. Die erschwerten Bedingungen führten allerdings nicht dazu, dass Stellen mehrfach abgefahren oder gar vergessen wurden.

Sensoren

  • Im Gegensatz zu den Modellen von iRobot oder auch dem Kobold VR200 von Vorwerk besitzt der Hom-Bot 3.0 wie schon seine Vorgänger keinen beweglichen Bumper. LG vertraut hier voll auf drei Ultraschallsensoren – und in den meisten Fällen sind diese auch vollkommen ausreichend.
  • Allerdings werden damit nur Hindernisse ab einer bestimmten Höhe erkannt. So konnte der Hom-Bot in unserem Test einen sehr niedrigen Türstopper nicht erfassen. Dennoch erkannte der Saugroboter – trotz fehlendem Bumper – recht schnell, dass es eine Kollision gab und umfuhr daraufhin das Hindernis.
  • Treppenstufen und Absätze erkennt der Hom-Bot problemlos. So ist sichergestellt, dass er nicht unbeabsichtigt runterfällt. Kleinere Höhenunterschieden z.B. an Raumübergängen werden hingegen korrekt als solche erkannt und überfahren.

Fahrmodi

LG hat dem Hom-Bot 3.0 gleich mehrere Reinigungsmodi verpasst. Am interessantesten dürften dabei der Zick-Zack-, sowie der Cell-by-Cell-Modus sein. Dabei fährt der Saugroboter den Raum in einem Zick-Zack-Muster ab. Das geht sehr schnell, dafür wird im Zweifel nicht jede Kante gereinigt. LG empfiehlt diesen Modus besonders für größere Räume, die wenig Mobiliar oder andere Hindernisse beinhalten.

Im Cell-by-Cell-Modus umfährt der Hom-Bot zunächst einen kleinen Bereich von ca. 3×3 Metern ab, um anschließend das Innere wieder im Zick-Zack-Muster abzufahren. Bei uns hat sich der Hom-Bot Square allerdings eher schwer getan. So fuhr er einzelne Stellen mehrfach ab und machte generell einen leicht verwirrten Eindruck. Vielleicht wird dieses Problem mit einem Software-Update gelöst.

Als Neuerung stellt LG beim Hom-Bot 3.0 den sogenannten Lernmodus heraus. Dabei lernt der Hom-Bot bei jedem Reinigungsvorgang von seiner Umgebung dazu. So sollen schwierige Situationen, bei denen sich der Saugroboter festfährt oder an Hindernisse stößt, “gelernt” werden, um diese Punkte künftig zu meiden.

Im Test ist der Lernmodus leider enttäuschend. Eine wirkliche Verbesserung ließ sich auch nach mehreren Reinigungsläufen kaum erkennen. Wir hatten uns davon deutlich mehr versprochen.

Akku laden

Der Hom-Bot 3.0 ist bei fast erschöpftem Akku in der Lage, automatisch zur Ladestation zurückzukehren und den Saugvorgang anschließend an der zuletzt gesäuberten Stelle fortzusetzen.

Unser Staubsauger Roboter hielt dabei relativ lange durch. Dank des Lithium-Polymer-Akkus musste der Hom-Bot erst nach ca. 75 Minuten zurück zum “Auftanken”.

Auch die hohe Geschwindigkeit, mit der der Saugroboter arbeitete, hat uns überrascht. So war der Hom-Bot deutlich schneller fertig als andere von uns getestete Roboter. Und das ohne Stellen auszulassen. Daher ist dieser Staubsauger Roboter vor allem auch für größere Haushalte interessant.

Reinigungsergebnis

LG Hom-Bot Test: Bürste

Der Hom-Bot 3.0 Square reinigt im Testbetrieb gut, auch weil seine Seitenbürsten weit nach außen ragen. Perfekt für Ecken und Fußleisten.

Der Hom-Bot 3.0 ist der erste Saugroboter von LG der explizit für Teppiche geeignet sein soll. Das Ergebnis ist durchwachsen. Auf Kurzflor kam der Hom-Bot grundsätzlich gut zurecht. Teppichkanten wurden anstandslos erklommen und auch die Fortbewegung funktionierte tadellos.

Der Hom-Bot kann bei “schwierigem” Untergrund automatisch einen Turbomodus einschalten und damit die Drehzahl der Hauptbürste erhöhen. In unserem Test hat der Roboter anstandslos Teppiche erkannt und den Turbo angeworfen. Die erhöhte Drehzahl des Turbos macht sich dann durch eine lautere Geräuschkulisse bemerkbar.

Wie so oft ist die Leistung auf Langflorteppichen (über 2 cm) verbesserungsbedürftig. Nicht selten endete die Fahrt damit, dass der Saugroboter sich festgefahren hatte. Von einer gleichmäßigen Reinigung kann da gar nicht die Rede sein.

Hartböden

Auf Hartböden weiß der Saugroboter jedoch zu glänzen. Wie schon beim Hom-Bot 2.0 ist am Reinigungsergebnis auf Laminat, Parkett und PVC nicht viel auszusetzen.

Anlass zur Kritik gab nur die Leistung auf gefliesten Untergrund. Während die Fliesen selbst sehr gut gereinigt wurden, sind es die Fugen die den Hom-Bot 3.0 vor Herausforderungen stellen. Kleine Steinchen konnte der Staubsauger Roboter aus einer tiefen Fuge auch nach mehreren Überfahrten nicht aufnehmen.

Positiv ist uns cie angepasste Fahrweise auf Natursteinfliesen und Feinsteinzeug aufgefallen. Normalerweise ist dieser Untergrund etwas uneben, worauf der Hom-Bot allerdings souverän mit einer angepassten, langsameren Fahrgeschwindigkeit reagiert, was zu einem Plus in Sachen Gründlichkeit führt.

Ecken & Winkel

Begeistert hat uns der Hom-Bot 3.0 in den Raumecken. Schon häufig haben wir uns gefragt, warum das Gros der Saugroboter rund sein muss. Eine vollständige Reinigung von Raumecken ist dadurch prinzipbedingt nicht möglich. Beim Auspacken des Hom-Bots sind uns neben der quadratischen Form, direkt auch die für einen Staubsauger-Roboter ungewöhnlich langen Seitenbürsten aufgefallen. Und tatsächlich hat LG gut daran getan den Aufbau des Saugroboters zu überdenken. In rechtwinkeligen Ecken bleibt nun kaum ein Staubkorn liegen. Nur ca. 2-3mm der Fläche in Ecken bleiben unberührt.

Wartung

Hom-Bot Square: Leicht entnehmbare StaubboxDer Staubbehälter des Hom-Bot 3.0 wird von oben entnommen. Die Abdeckklappe ist leicht zu öffnen, so dass der Behälter am hierfür vorgesehenen Tragegriff herausgehoben werden kann. Auch das Entleeren ist im Vergleich eine saubere Angelegenheit. Der Schmutzbehälter ist fest verschlossen und besitzt am Einsaugschlitz eine Rückschlagklappe. So wird das ungewollte Austreten des eingesammelten Staubs verhindert.

Darüber hinaus wird auch der Staubbehälter selbst von oben und nicht von der Seite geöffnet. Klingt simpel ist in Summe allerdings ein deutlich durchdachteres System als das was die Konkurrenz zu bieten hat. Nicht nur einmal ist es uns passiert, dass beim Entleeren eines Saugroboters ein Teil des Drecks unbeabsichtigt wieder zu Boden ging.

Die Bürste ist leider nicht so einfach wartbar. In unseren Tests hatte sich immer wieder eine gehörige Portion Haare in der Hauptbürste verfangen. Selbst kurze Haare von wenigen Zentimeter blieben zwischen den Borsten stecken. Immerhin legt LG ein Werkzeug bei, das genau für diesen Zweck konzipiert wurde und recht gut funktionierte.

Bedienung

  • Die Bedienung des Hom-Bots ist gelungen. Am Gerät selbst gibt es nur wenige Tasten, über die es gestartet und programmiert werden kann. Die meisten Funktionen stellt man über die mitgelieferte Fernbedienung ein.
  • Beim Hom-Bot 3.0 lassen sich auf Wochentagsbasis individuelle Uhrzeiten zum Saugen einstellen. So kann man beispielsweise festlegen, dass der Bot von montags bis freitags saugen soll und nur am Wochenende Pause hat. Ebenfalls können für die einzelnen Tage unterschiedliche Startzeiten angegeben werden.
  • Ein weiteres neues Feature des Hom-Bots ist die sogenannte “Smart Diagnosis”-Funktion. Diese soll helfen etwaige Probleme mit dem Gerät zu erkennen. Ein Knopdruck auf der Fernbedienung genügt und der Hom-Bot führt einen Rund-um-Check durch. Anschließend gibt er über die Sprachausgabe eindeutige Informationen, wenn etwas nicht stimmt, weil z.B. die Bürste blockiert ist oder Sensoren verschmutzt sind.

Fazit

Zusammenfassend können wir festhalten, dass uns der Hom-Bot 3.0 überzeugt hat. Vor allem das Verhältnis Lautstärke zu Reinigungsleistung hätten wir so nicht erwartet. Der Hom-Bot 3.0 erhält von uns dafür eine Empfehlung für Haushalte in denen permanent Menschen – z.B. aufgrund von Heimarbeit – vor Ort sind.

Staubsauger Daten

LG Hom-Bot 3.0

Art Saugroboter
Volumen Staubbeutel0.6 Liter
Leistungsaufnahme Watt
Energieverbrauch pro Jahr (EU-Norm) kWh / Jahr
Energieeffizienzklasse
Teppichreinigungsklasse
Hartbodenreinigungsklasse
Lautstärke60 dB
Staubrückhalteklasse
Filter-TypHEPA 11
Länge Stromkabel m
Aktionsradius m
Größe44 x 16 x 54 cm cm
Gewicht3.2 kg
Lieferumfang

  • Hom-Bot 3.0 inkl. Staubbox
  • Ladestation
  • HEPA-Filter Stufe 11
  • Reinigungsbürste
  • Fernbedienung
  • Bedienungsanleitung
  • Microfaser-Wischmopp

Komfort-Ausstattung

  • Hepa-Filter
  • Smart Turbo

Vorteile

  • Gute Navigation
  • Schnelle, recht gründliche Reinigung
  • Viele Funktionen programmierbar
  • „Sehr gut (93,5%) bei ETM Testmagazin (12/2013)

Nachteile

  • Haare verfangen sich leicht
  • Lernmodus nicht überzeugend

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